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Die Entstehung des Atmosphären Observators

 

Die Konstruktion des van den Boomschen Atmosphären-Obersators schreitet langsam, aber stetig voran.

Als Komponenten sind vorgesehen:

  • ein Barometer mit dänischer Beschriftung
  • ein Thermometer als Drehinstrument
  • ein Hygrometermit mit dänischer Beschriftung als Drehinstrument
  • ein Altimeter (Höhenmesser)
  • ein Fitzroy Sturmglas
  • eine Uhr
  • eine Beleuchtung

sowie

  • ein Luxmeter (Lichtmesser) als mobiles Instrument
  • ein Anemometer (Windmesser) als mobiles Instrument
  • ein Aeterium nach dem Vorbild des Herrn von Doggerland zur Messung atmosphärischer Ladungen 

Als erste fertige, jedoch noch nicht eingebaute, Komponente zeige ich nun diese schlanke und schlichte Beleuchtung aus einem alten Bunsenbrenner. Als Lichtquelle dient eine Vielfachwendel-Röhre. Die Schaltung soll später über einen Bakelit-Drehschalter erfolgen.

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Alle weiteren Teile sind noch in der Planung, respektive im Bau und werden nach und nach an dieser Stelle vorgestellt werden.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bei dem Sturmglas auf ein fertiges Produkt zurückgreifen werde, lediglich der Standfuß wird aus Messing hergestellt werden. Somit muss die Frage nach Erfahrungen auf dem Gebiet der Sturmglas-Chemie von mir leider verneint werden.

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Ansonsten sind die allermeisten Materialien entweder bereits vorhanden oder noch im Zulauf. Was fehlt, ist einfach Zeit. Aber die wird mir niemand so einfach beschaffen können.

Derzeit arbeite ich an der Uhr. 

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Eine kleine 8 Tage-Tischuhr (Schmid, Schwenningen) mit Pendel wurde von dem ohnehin defekten Kunststoff-Korpus befreit und auf das Notwendigste reduziert. Da die Vorderseite unter dem Ziffernblatt doch recht schmucklos war, habe ich ein paar zusätzliche Zahnräder appliziert. Das Uhrwerk wurde auf eine runde Messingscheibe geschraubt und mit einem variablen Standfuß aus einem Automobil-Tunigteil versehen.

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Zurzeit befinden sich noch improvisierte Zeiger auf dem Werk, jedoch schwebt mir ein sich auf der Stundenhülse drehender Zahlenkranz vor. Die Zeit wird dann jeweils auf dem Zenit des rotierenden Zahlenkranzes abzulesen sein.

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Da sich ein normaler Stundenzeiger IM Uhrzeigersinn dreht, wird sich auch der Zahlenkranz im Uhrzeigersinn drehen, so dass die Ziffern exakt gegenläufig angeordnet sein müssen. Um eine Ablesbarkeit ohne Minutenanzeige zu erreichen, wird der Abstand zwischen den Ziffern (wie auch bei Einzeiger-Uhren üblich) jeweils in 12 mal 5 Minuten betragen.

 

Endlich geht es ein wenig weiter. Hier zunächst die antike Holzkiste, welche das Gesamtensemble aufnehmen soll. Sie misst 30 x 21 cm und ist 14 cm hoch.

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Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, zäume ich das Pferd von hinten auf und habe schon mal ein schmuckes Schild gravieren lassen.

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So, nun sind auch bereits die wichtigsten Ausschnitte gemacht und ich hoffe, dass ich in der nächsten Woche die Zeit finde, die Uhr fertig zu stellen und die ersten Instrumente einzubauen.

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Der Holzkasten verbleibt ansonsten im vorhandenen originalen Zustand jahrelangen Gebrauchs.

Ich war heute doch noch ein wenig fleißig und habe im Frontbereich Thermo- und Hygrometer eingebaut, sowie auf dem Deckel das Barometer, das Altimeter und das Anzeigeinstrument für das Aeterium. An der Seite rechts sieht man den Bakelitdrehschalter, welcher die Leuchte ein- und ausschalten soll.

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Im hinteren Bereich des Deckels werden dann das Fitzroy Sturmglas (links), die modifizierte Uhr (mitte) und die kleine Leuchte (rechts) installiert. An den Seiten des Kastens werden dann noch Halterungen für die mobilen Instrumente Luxmeter und  Hand-Anemometer angebracht.

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Hier sehen Sie den Rohzustand des sich drehenden Zahlenkranzes für die Uhr. Die 95 mm große und 1,25 mm dicke Scheibe besteht aus leichtem Aluminium, läuft auf der Stundenwelle und ersetzt die Zeiger. Das "Ziffernblatt" aus Papier muss noch antikisiert, gebügelt, aufgeklebt und klarlackiert werden.

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Die neue Scheibe kam jedoch mit dem Pendel in Berührung, so dass ich das Pendelgewicht kurzerhand einfach umgedreht habe - die Rückseite ist sowieso viel interessanter. Jetzt gibt es keine Berührungsprobleme mehr.

Die Lampe auf Basis eines Bunsenbrenner ist fertig verkabelt (rechts hinten montiert) und funktioniert hervorragend. Das satte Klacken des Drehschalters ist ein Hörgenuss! Links hinten ist der neue Messingsockel des Sturmglases bereits montiert. Es wird auch dabei noch ein paar spezielle Änderungen geben.

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Die Ablichtungen sind bei Kunstlicht ohne Blitz am Abend leider überhaupt nicht gut geworden, ich bitte Sie, mir dies nachzusehen.

Nachtrag:

Ich vergaß, das umgebaute Luxmeter zu zeigen. Das Gehäuse besteht aus einem alten Wecker. Mit dem Griff bin ich nicht glücklich, dieser wird noch durch ein Exemplar aus Holz ersetzt. Die Rückseite ist auf der zweiten Abbildung leider etwas verdreht, weil sie aus dem gerade genannten Grund noch nicht fixiert ist.

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Probehalber habe ich nun die Komponente "Zeitanzeige" montiert und das sich drehende Ziffernblatt aufgesetzt. Es muss lediglich noch klarlackiert werden. Das Uhrwerk wurde mit zünftigen 12 mm Dampfleitungen versehen.

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Und nun soll es auch wieder etwas weitergehen. Heute Abend wurde das Sturmglas montiert. Leider lassen die Abbildungen durch das schlechte Kunstlicht mal wieder deutlich zu wünschen übrig, aber ich denke, das Wichtigste ist erkennbar.

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Nun fehlt noch die Schaltung des Aeteriums, an den Seiten des Kastens die Halterungen für das Luxmeter und das Anemometer. Das Luxmeter ist ja bis auf den Griff bereits fertig, der Windmesser ist erst noch in der Planung. Für den Windmesser habe ich mir wieder etwas Nettes ausgedacht und ich hoffe, dass ich es so auch umsetzen kann.

Vom Äußeren betrachtet, ist der Observator - bis auf die Halterungen für die mobilen Zusatzinstrumente - nun fertig. Zum Aktivieren des Aeteriums wurde noch ein Klingeltaster als optisches Gegengewicht zum Luftausgleichsventil eingebaut.

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Beim Anemometer habe ich zunächst einmal auf eine Kinder-Wetterstation zurückgegriffen. Der Plastikwürfel wurde aufgetrennt und das Anzeigeinstrument samt Geber entfernt. Die Skala passt haargenau in das dafür vorgesehene kupferfarbene Weckergehäuse, hatte aber eine so schreckliche Farbgebung, dass ich ein neues Skalenblatt kreiert habe.

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Leider ist die Anzeige sehr begrenzt, nämlich auf Windgeschwindigkeiten bis 25 km/h, so dass ich das Instrument zwar nun zu Ende bauen werde, aber später doch noch ein professionelles (mir schwebt da ein sowjetisches Armee-Anemometer vor) erwerben werde.

Ein wenig konnte ich heute noch tun. Die Schalenarme des Anemometers hatte ich bereits gestern gekürzt und mit Schraubenhülsen versehen. Die Skala mit dem aufgeklebten neuen Blatt sowie den Geber konnte ich tatsächlich gut in dem kleinen Weckergehäuse unterbringen. Dem Rückdeckel wurde durch einige Applikationen ein wenig das "Weckertypische" genommen. Es fehlt nun noch der Haltegriff.

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Für die mobilen Instrumente konnte ich ein kleines Konvolut gebrauchter alter Griffe (Zitat: "für Pfeilen" (sic!) erstehen. Jetzt muss ich mir nur noch Gedanken über die Halterungen machen.

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Hier sehen Sie das Anemometer im direkten Vergleich.

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Es ist (nahezu) vollbracht. Der van den Boomsche Atmosphären Observator ist äußerlich fertig gestellt und kann nun hier in seiner vollen Pracht bewundert werden.

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Einige besonders interessante Artefakte

Eine kleine Zusammenstellung der interessantesten Schöpfungen aus der van den Boomschen Werkstatt.